Traumazentrierte Fachberatung

Nicht jede*r Betroffene reagiert auf das gleiche belastende Ereignis in gleicher Weise und nicht jeder Organismus bildet immer Traumafolgestörungen heraus. Unterschiedliche Faktoren spielen dabei eine Rolle. z.B. in welcher Entwicklungsstufe befand oder befindet sich der Organismus, in welchem Lebensraum ist der Mensch verortet, welche Resilienzfaktoren (Fähigkeiten) stehen dem*der Hilfebedürftigen zur Verfügung, wie stark war der jeweilige Gewaltkontext, welche Schutzmaßnahmen konnten getroffen werden oder in welchem Unsicherheitszustand befindet sich der Mensch.
Unterstützung durch Aufklärung
Psychoedukation in dem Bereich Trauma heißt, die Aufklärung über neurobiologische Zusammenhänge im Gehirn und deren Folgestörungen in den Bereichen, Denken, Fühlen und Erleben. Wir versuchen dabei die relevanten wissenschaftlichen Begrifflichkeiten so zu übersetzen, dass der*die Betroffene oder deren Angehörige die erforderlichen Informationen über das symptomatische Erleben begreifen und nachvollziehen können.
Bewältigung durch Stabilisierung
Stabilisierungsverfahren sind ein wichtiger Bestandteil in der Beratung traumatischer Bewältigungsmaßnamen. Hierbei handelt es sich um traumazentrierte Verfahren, die Betroffene darin unterstützen sollen, im Alltag mit ihren Symptomen umgehen zu können. Eingesetzte Verfahren sind unter anderem: imaginative Techniken, Skilltrainings und andere Übungen, die dazu dienen, die Ressourcen zu stärken.
Unsere Arbeit ist gekennzeichnet durch einen empathischen lebensweltorientierten Ansatz und wir handeln dabei stets bedürfnis- und klientenzentriert.
Wir informieren bei Bedarf hinsichtlich weiterer medizinischer oder therapeutischer Behandlungsmöglichkeiten und geben Informationen zur Suche nach bezirksnahen diagnostischen bzw. therapeutischen Angeboten.